Wofür steht „1 zu 1 für Nepal“?

Am 25. April wurde Nepal von einem verheerenden Erdbeben heimgesucht, bei dem knapp 9.000 Menschen ihr Leben verloren. Ich hatte das Glück, dieses Land kurz vor dem Beben besuchen zu können. Schon damals begegnete einem die Armut der Bevölkerung an allen Ecken und hinterließ viele bleibende und teils ergreifende Erinnerungen.

Die Bilder nach dem Erdbeben verstärkten diese Erfahrung nachdrücklich auf eine sehr bedrückende und schockierende Art. Hinzu kam, dass der Guide meiner Trekking-Tour bei diesem Beben nicht nur seine Mutter verlor, zudem wurde auch sein Haus völlig zerstört. Syabrubensi, das Dorf in dem er lebt, liegt sehr nah dem Epizentrum im Langtang-Gebiet. Nicht nur die meisten Häuser des Dorfes wurden zerstört auch die Schule für 600 Kinder wurde dermaßen beschädigt, dass sie nicht mehr genutzt werden kann.

Was geschah danach?
Mein Freund und Trekking-Partner, Patrick Gansser, hat sich nach dem Beben spontan entschieden, Vorort Aufbauhilfe zu leisten. Dort konnte er während seines 3-wöchigen Aufenthalts sehr viel bewegen. U. a. konnte er alle 110 Haushalte des Dorfes mit lebenswichtigen Wasserfiltern versorgen und hat für 7 Familien, deren Häuser völlig zerstört wurden, Wellblech-Dächer beschafft (Patricks Hilfseinsatz).

Initierung „1 zu 1 für Nepal“
Nachdem ich mich mit Patrick nach seiner Rückkehr getroffen habe, war für mich sofort klar, ich werde mich Patricks Idee anschließen und ebenfalls versuchen mit ein paar Spendengeldern den hilfsbedürftigen Leuten in Syabrubensi und im Langtang Valley zu helfen. Deshalb rührte ich mal kräftig die Werbetrommel. Neben einem 4-seitigen Flyer, einer Rundmail an alle Adressen meines Email-Accounts, einer Facebook-Seite und mehreren Aufrufen in verschiedenen Printmedien entstand u. a. auch diese Homepage.

Unglaubliche Resonanz
Was danach einsetzte, übertraf all meine Erwartungen. Von allen Seiten erhielt ich positive Resonanz auf meinen Aufruf. Mit einer solchen Spendenbereitschaft hätte ich nie gerechnet. Nicht nur aus dem engsten Freundes- und Bekanntenkreis, sondern aus den verschiedensten Kreisen aus ganz Deutschland und der Schweiz gingen Spenden auf mein Konto ein. Ein Großteil der Spender war mir völlig unbekannt, teilweise klingelten Leute an meiner Haustür bzw. steckten mir auf der Straße, im Supermarkt oder Sportplatz Geld zu, um die Aktion zu unterstüzen. Sogar anonyme Briefumschläge mit Spenden lagen in meinem Briefkasten.

Jörg Hofer erklärt sich spontan bereit mit nach Nepal zu kommen
Diese unglaubliche Resonanz führte aber auch gleichzeitig dazu, dass aus der ursprünglichen Idee plötzlich eine verantwortungsvolle Aufgabe entstand. Jörg Hofer war einer der ersten, der mir seine Hilfe und Unterstützung bei der Aktion anbot – in welcher Form auch immer. Mit meiner Bitte, nach Nepal mitzukommen, konnte er sich anfangs noch nicht so anfreunden, aber nach zwei Wochen hat er seinen Flug gebucht 🙂

Erster Hilfseinsatz im November 2015
Am 17. November flogen wir dann für unseren 1. Einsatz nach Kathmandu. Aufgrund der schwierigen politischen Situation war uns von vornherein klar, dass wir in diesen 3 Wochen nicht viel bewegen können. Die Blockade an der Grenze zu Indien führte dazu, dass die Preise für Sprit von ca. 1 auf über 4 US $ anstiegen, die Lebensmittelpreise explodierten und es kaum noch Waren für den Wiederaufbau zu kaufen gab. Trotzdem wollten wir uns ein Bild von der Lage vorort machen und mit unseren Ansprechpartner persönlich Kontakt aufnehmen. Skype, Email und Telefon sind zwar sehr hilfreich, aber irgendwann stoßt man dann doch auf seine Grenzen. Zudem haben wir uns auch direkt in dem sehr schwer vom Beben betroffenen Gebiet um Syabrubensi und im Langtang Tal persönliche Eindrücke verschafft und mit den Leuten gesprochen. Das Ergebnis waren dann 5 Projekte, die wir umsetzen wollen.

Zweiter Hilfseinsatz im März 2016
Urprüngliche wurden bei der Planung des zweiten Einsatzes drei Ziele verfolgt:
1. der Aufbau der Schule in Khamjim
2. Start des Wiederaufbaus von Old Syabrubensi
3. Besuch der bereits in die Wege geleiteten Projekte im Langtang Tal
Wir hatten insgeheim gehofft, dass sich uns noch ein zwei Leute anschließen werden, um beim Wiederaufbau der Schule Khamjim mitzuhelfen, dass wir aber dann letztlich mit 9 Leuten flogen, hätten wir nie gewagt zu träumen. Knapp eine Woche vor unserem Abflug erhielten wir dann jedoch die Nachricht, dass sich eine Organisation gefunden hat, die die Schule in Khamjim neu aufbaut. Wir haben uns deshalb von diesem Projekt vorerst zurückgegzogen und unserem 2. großen Projekt gewidmet: der Wiederaufbau von Old Syabrubensi. Als wir vorort waren, erhielten wir aber dann die Information, dass mit dem Aufbau der Häuser noch nicht begonnen werden konnte, bis die Genehmigung der Regierung vorhanden sind. Somit blieben uns letztlich 2 Aktivitäten: ein Teil der Leute hat mitangepackt, die Reste der vom Erdbeben zerstörten Häuser aufzuräumen und die Fundamente für den Wiederaufbau vorzubereiten. Der andere Teil ging ins Langtang Tal und hat dort die bereits begonnenen Projekte inspiziert.

Wir möchten auch ausdrücklich nochmal darauf hinweisen, dass jede Spende 1 zu 1 der Bevölkerung im Erdbebengebiet, insbesondere den Kindern, zu Gute kommt. Selbstverständlich kommen wir für sämtliche unsere Unkosten, was Flug, Unterkünfte und Verpflegung betrifft, selber auf, dazu werden keine Spendengelder verwendet.

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