Wiederaufbau Langtang Valley

Das Langtang Valley gehört, gemessen an den Todesopfern, zu dem vom Erdbeben am schlimmsten betroffenen Gebiet im Himalaya. Allein am 25. April 2015 verloren 175 der insgesamt knapp 400 Bewohnern des Tales ihr Leben. Zudem starben noch über 120 Touristen, Guides, Porter und Soldaten an diesem Tag an den Folgen des Bebens.

Das Dorf Langtang wurde durch einen Erdrutsch völlig ausgelöscht. Durch den Abbruch eines Gletschers wurde das gesamte Dorf mit einer Lawine aus Eis, Schnee, Schlamm und Geröll überdeckt.

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Auch der alte Teil des Dorfes wurde bis auf die Grundmauern völlig zerstört:

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In Kyanjin Gumba, dem letzten Dorf des Tales auf einer Höhe von knapp 4.000 Meter, wurden aufgrund des Bebens und der Druckwelle der Lawine ebenfalls alle Guesthäuser zerstört. Von der Käserei des Dorfes, die für die Bauern des Tales sehr wichtig war, blieben ebenfalls nur noch Drümmer übrig (hier rechts im Bildvordergrund).

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Die zerstörten Guesthäuser von Kyanjin Gumba, im Hintergrund Gipfel des 7.227 Meter hohen Langtang Lirung.

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Um das Dorf Kyanjin Gumba zu erreichen, sind Porter ganze zwei Tage zu Fuß unterwegs. Zur Zeit sind jedoch die Dörfer des Langtang-Tales gar nicht erreichbar, da Abschnitte des Weges noch nicht begehbar sind, bzw. nur profisorische Alternativpfade zur Notversorgung wiederhergestellt wurden. Die Leute im Langtang-Tal sind derzeit auf Helikopterflüge angewiesen, die sich aber die Bevölkerung nicht leisten kann. Deshalb hat sich die Langtang-Reconstruction-Community gegründet, die sich den Wiederaufbau der Dörfer im Langtang als Ziel gesetzt hat. Ein australischer Sponsor hat bis einschl. Dezember einen Helikopter samt Piloten und Sprit zur Verfügung gestellt. Für die Beschaffung von Essen, Bekleidung und Materialen zum Wiederaufbau muss sich die Community jedoch selber kümmern.

Wir haben uns daher bereit erklärt, der Community 5.000,– US $ Soforthilfe zukommen zu lassen, um die Dörfer mit Plywood zu versorgen. Dieses Plywood wird benödigt, um die Innenwände der Häuser zu verkleiden. Der Verein Sano Madad hat sich ebenfalls sofort bereit erklärt, die gleiche Summe zur Verfügung zu stellen, sodass wir der Community insgesamt 10.000,– US $ überreichen konnten.

unsere weiteren Projekte:

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